Sozialversicherungsrecht

Beitragsforderungen

Grundsätzlich gilt gemäß § 86a Abs. 2 Nr. 1 SGG: Widersprüche und Klagen gegen Entscheidungen über Versicherungs- und Beitragspflichten haben keine aufschiebende Wirkung. Das bedeutet im Ernstfall, dass eine Beitragsforderung von Sozialversicherungsbeiträgen zunächst einmal zu erfüllen ist, unabhängig der Höhe, was nicht selten für die betroffenen Unternehmen sowie Unternehmer mit finanziellen Problemen verbunden ist und sei es nur die fehlende Liquidität im Unternehmen für Fixkosten oder Investments.

Die Folge hieraus ist, dass im Bestreitensfalle einer Beitragsforderung oftmals jahrelang zu prozessieren ist, um zumindest die Chance zu wahren, ungerechtfertigte Beitragsforderungen abzuwehren. Im Falle des Obsiegens erfolgt eine Rückerstattung der unberechtigten Beitragsforderung von Sozialversicherungsbeiträgen allerdings unverzinst. Gleichermaßen haben die Betroffenen keinen Anspruch auf Entschädigung.

Unter bestimmten Umständen können Beitragsforderungen, zumindest teilweise, auf Grundlage von Ausnahmen und Sonderregeln von Sozialversicherungsbeiträgen bis zur Klärung der Rechtmäßigkeit der Beitragsforderung selbst, aufgehoben oder abgewehrt und sogar auch eine Verzinsung von 4% realisiert werden.

Auch ist längst nicht jeder eingeforderte Sozialversicherungsbeitrag der Höhe nach gerechtfertigt, selbst wenn dem Grunde nach Beitragspflicht vorliegt. Die Abwehr von und der richtige Umgang mit Beitragsforderungen und Säumnisgebühren sollte daher in die Hände von Experten gelegt werden.

Wir prüfen etwaige Beitragsforderungsbescheide der Sozialversicherungsträger der Höhe und dem Grunde nach auf Korrektheit, setzen uns mit den Sozialversicherungsträgern in Verbindung, verhandeln für Sie Zahlungsaufschub und führen der Notwendigkeit nach etwaige Verwaltungsverfahren oder Gerichtsverfahren über alle Instanzen.

Informieren Sie sich kostenfrei unter 030 - 59 00 24 500